Du fühlst dich gestresst, dein Nacken ist verspannt, und du weißt: „Ich muss dringend etwas tun.“ Du googelst nach Lösungen und stößt sofort auf die zwei Platzhirsche der Entspannungswelt: Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung (PMR).
Beide werden von Krankenkassen empfohlen. Beide sind wissenschaftlich belegt. Aber welche Methode ist für dich die richtige?
Viele Anfänger brechen ihren ersten Entspannungskurs ab, nicht weil die Methode schlecht ist, sondern weil sie nicht zu ihrem Persönlichkeitstyp passt. In diesem Artikel machen wir den großen Vergleich. Wir schauen uns an, wie sich die Methoden unterscheiden, für wen sie geeignet sind und wie du die richtige Wahl triffst.


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Der mentale Weg: Autogenes Training (AT)
Das Prinzip: „Von innen nach außen“
Autogenes Training, entwickelt vom Berliner Nervenarzt Johannes Heinrich Schultz, ist im Grunde eine Form der Selbsthypnose. Du arbeitest hier rein mental. Du bewegst dich nicht, sondern liegst oder sitzt still und nutzt die Kraft deiner Gedanken (Autosuggestion), um deinen Körper zu entspannen.
Durch das wiederholte Vorsagen von Formeln wie „Mein Arm ist schwer“ oder „Ich bin ganz ruhig“ suggerierst du deinem vegetativen Nervensystem Entspannung. Du schaltest den Stress-Modus (Sympathikus) aus und den Ruhe-Modus (Parasympathikus) an.
Vorteile:
- Tiefe Wirkung: Wenn man es beherrscht, erreicht man extrem tiefe Entspannungszustände.
- Überall anwendbar: Da du keine Muskeln anspannst, sieht niemand, dass du übst (perfekt für die U-Bahn oder Meetings).
- Körperliche Regulation: Es wirkt gezielt auf Organe und Kreislauf (z.B. Senkung des Blutdrucks).
Herausforderung:
Es erfordert Geduld. Da es ein mentales Training ist, dauert es oft einige Wochen, bis man den „Schalter“ im Kopf zuverlässig findet.


Ihr Weg zum zertifizierten Online-Kurs
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Der körperliche Weg: Progressive Muskelentspannung (PMR)
Das Prinzip: „Von außen nach innen“
Die Progressive Muskelentspannung wurde von Edmund Jacobson entwickelt. Sein Ansatz war pragmatisch: Jeder psychischen Anspannung folgt eine muskuläre Anspannung. Lösen wir die Muskeln, entspannt sich auch die Psyche.
Bei der PMR bist du aktiv. Du spannst gezielt einzelne Muskelgruppen (z. B. die rechte Faust) für einige Sekunden fest an – und lässt dann abrupt los. Du konzentrierst dich voll auf den Unterschied zwischen Anspannung und Entspannung.
Vorteile:
- Schnell erlernbar: Die meisten spüren schon nach der ersten Sitzung einen Effekt.
- Körperlich spürbar: Ideal für Menschen, die mit „Gedankenkraft“ wenig anfangen können.
- Fokus-Hilfe: Durch die aktive Aufgabe (Anspannen/Loslassen) haben Grübelgedanken weniger Chance, dazwischenzufunken.
Herausforderung:
Man braucht etwas mehr Platz und Ruhe, da die Bewegungen sichtbar sind.
Mehr erfahren: Entspannungsmethoden im Vergleich
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Der direkte Vergleich: Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung?
| Kriterium | Autogenes Training (AT) | Progressive Muskelentspannung (PMR) |
| Ansatz | Mental (Vorstellungskraft) | Körperlich (Mechanisch) |
| Aktivität | Still liegen / Autosuggestion | Anspannen & Loslassen |
| Lernkurve | Mittel (braucht Übung) | Schnell (sofort spürbar) |
| Geeignet für | Ruhige Typen, Visualisierer | Unruhige Typen, „Macher“ |
| Ziel | Umschaltung Nervensystem | Lösen von Muskeltonus |
Entscheidungshilfe: Welcher Typ bist du?
Um die Entscheidung zu erleichtern, ob autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung für Dich besser ist, haben wir zwei Profile erstellt. Wo findest du dich wieder?
Typ A: Der „Kopf-Mensch“ (Wähle Autogenes Training)
- Du hast eine gute Vorstellungskraft.
- Du möchtest nicht nur entspannen, sondern auch körperliche Symptome (Bluthochdruck, Magenprobleme) lindern.
- Du suchst eine Technik, die du völlig unbemerkt im Alltag anwenden kannst.
- Du bist bereit, über einige Wochen zu trainieren, um langfristig ein mächtiges Werkzeug zu haben.
Typ B: Der „Zappelphilipp“ (Wähle PMR)
- Es fällt dir schwer, still zu sitzen. Wenn du nichts tust, wird deine innere Unruhe schlimmer.
- Du hast oft akute Rückenschmerzen oder Nackenverspannungen.
- Du bist skeptisch gegenüber Dingen wie „Hypnose“ oder „Suggestion“. Du willst etwas „Handfestes“ tun.
- Deine Gedanken rasen so sehr, dass du eine aktive Aufgabe brauchst, um sie zu stoppen.
Kann man beides kombinieren?
Ja, absolut! Viele Experten empfehlen sogar folgenden Weg:
Starte mit der progressiven Muskelentspannung. Sie ist der perfekte Einstieg, um überhaupt erst einmal ein Gefühl für Entspannung zu bekommen. Wenn du gelernt hast, wie sich ein entspannter Muskel anfühlt, fällt dir der Umstieg auf das autogene Training oft leichter.
Das autogene Training ist dann quasi die „Oberstufe“, mit der du noch tiefer in die mentale Ruhe eintauchen kannst.
Fazit: Es gibt kein „Besser“, nur ein „Passender“
Die beste Entspannungstechnik ist die, die du auch wirklich anwendest. Egal, ob du dich für den Weg über die Muskeln (PME) oder über die Gedanken (AT) entscheidest – das Ziel ist dasselbe: ein stressfreies, gesundes Leben.
Wenn du dich eher als „Kopf-Mensch“ siehst und die langfristige Macht der Gedanken nutzen willst, ist Autogenes Training dein Goldstandard. Wenn du akut unter Strom stehst und die Anspannung physisch „rausdrücken“ musst, ist PMR dein bester Freund.
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