Es gab eine Zeit in meinem Leben, an die ich mich mit gemischten Gefühlen erinnere. Kurz bevor ich das Autogene Training für mich entdeckte, ging es mir psychisch und physisch sehr schlecht. Probleme türmten sich auf und nahmen mir sprichwörtlich die Luft zum Atmen – und vor allem den Schlaf.
Kennst du das? Du liegst im Bett, todmüde, aber dein Kopf ist hellwach. Du drehst dich von links nach rechts, das Kissen ist zu warm, die Decke zu schwer. Während der Körper eigentlich Ruhe braucht, geistert im Kopf alles Mögliche umher – nur nicht der Gedanke an Schlaf. An Tiefschlaf war gar nicht zu denken.
Das Ergebnis am nächsten Morgen war niederschmetternd: Ich kam kaum aus dem Bett, fühlte mich wie gerädert und war absolut nicht fit für den Tag. Ein Teufelskreis.
Der Rat meines Kardiologen
Der Wendepunkt kam an einem unerwarteten Ort: in der Praxis meines Kardiologen. Er sah meine Anspannung und gab mir den wohl wichtigsten Tipp meiner Gesundheitsgeschichte: „Versuchen Sie es doch mal mit Autogenem Training!“
Gesagt – getan. Ich meldete mich zu einem Kurs an. Anfangs war ich skeptisch, aber ich führte die Übungen diszipliniert mehrmals täglich aus. Und was soll ich sagen? Ich fand schnell Freude daran, weil die Erfolge nicht lange auf sich warten ließen.
Mein Weg zurück zur Energie
Es war kein Schalter, der über Nacht umgelegt wurde, aber ein Prozess:
- Nach ca. 3 Wochen konnte ich deutlich schneller einschlafen.
- Im weiteren Verlauf verbesserten sich meine Durchschlafphasen massiv.
- Morgens stand ich endlich wieder erholt auf.
Ich fühlte mich frischer, fitter und meine Tagesleistungen wurden wieder effektiv. Es war ein Erfolg auf ganzer Linie. Doch das Schönste war: Ich wurde motivierter und spürte eine tiefe, innere Zufriedenheit.
Mein persönliches Motto: „Alles ist eine Chance zum Besseren… manchmal auch zunächst negativ erscheinende Probleme.“ Ohne meine Schlafstörungen wäre ich vielleicht nie Trainer geworden. Denn mein Weg führte mich von der eigenen Heilung direkt in die Ausbildung, um diese Erfahrung heute an dich weitergeben zu können.


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Der Geheimtipp: So nutzt du AT zum Einschlafen
Mein damaliger Kursleiter gab mir eine spezielle Anleitung für die Nacht, die ich bis heute anwende und lehre. Sie unterscheidet sich in einem entscheidenden Punkt vom Training am Tag.
- 1. Die Zielsetzung (Affirmation): Bevor du startest, sagst du dir innerlich ganz klar dein Ziel: „Ich mache jetzt das Autogene Training, damit ich gut einschlafen, durchschlafen und morgen früh erholt und frisch aufwachen werde.“
- 2. Die Position: Du liegst bereits bequem in deinem Bett, bereit für die Nacht.
- 3. Kein Zurücknehmen! Du beginnst mit den Übungen (Schwere, Wärme…). Es ist völlig egal, wie weit du kommst. Vielleicht schläfst du schon bei der Schwere-Übung ein – wunderbar! Wichtig ist: Du machst am Ende KEINE Zurücknahme (kein Arme anspannen, kein tiefes Atmen). Du lässt die Entspannung einfach in den Schlaf hinüberfließen.
Warum funktioniert das? Ein Blick ins Gehirn
Mit meiner heutigen Erfahrung als Trainer verstehe ich genau, warum das damals (und heute) so gut funktioniert. Es ist reine Physiologie.
Stell dir dein Gehirn wie ein Radio vor, das auf verschiedenen Frequenzen sendet:
- Der Beta-Zustand (Wach/Stress): Wenn wir grübeln oder gestresst sind, schwingt unser Gehirn schnell (13–31 Hertz). Hier ist Einschlafen biologisch fast unmöglich.
- Der Alpha-Zustand (Brücke): Wenn du die Augen schließt, die Muskeln loslässt und innerlich deine Formeln sprichst („Ich bin ganz ruhig…“), bremst du die Frequenz auf 7–13 Hertz ab. Das ist der Moment der Umschaltung: Der Sympathikus (Stressnerv) zieht sich zurück, der Parasympathikus (Ruhenerv) übernimmt.
- Der Theta- & Delta-Zustand (Schlaf): Aus dem Alpha-Zustand gleitest du ganz natürlich in den Theta-Bereich (leichter Schlaf) und schließlich in den Delta-Bereich (Tiefschlaf).
Das Autogene Training ist also nichts anderes als eine bewusste Bremse für deine Gehirnwellen. Und wie ich bereits in meinem Artikel über den Vagus-Nerv und Glück schrieb: Der Parasympathikus sorgt nicht nur für Schlaf, sondern schüttet auch Botenstoffe aus, die uns glücklich machen.
Die Basis: Bereite deinen Schlaf vor
Natürlich ist das Autogene Training kein Zauberstab, der schlechte Gewohnheiten einfach wegwischt. Um die Wirkung zu maximieren, achte ich auf eine gute „Schlafhygiene“:
- Leichte Kost: Nicht zu spät und nicht zu schwer essen. Der Magen will nachts nicht arbeiten.
- Alkoholverzicht: Ein Glas Wein macht vielleicht müde, zerstört aber die Qualität des Tiefschlafs.
- Digital Detox: Mindestens 2 Stunden vor dem Schlafen kein Handy und kein PC. Das blaue Licht signalisiert dem Gehirn „Wach bleiben!“.
- Rituale: Vielleicht ein kleiner Abendspaziergang oder ein warmes Fußbad vor dem Zubettgehen?
Fazit: Dein Ticket für gute Nächte
Autogenes Training war für mich der Schlüssel zu besserem Schlaf, mehr Wohlbefinden und letztlich einem glücklicheren Leben. Wenn du dich nachts quälst, sieh es als Chance: Vielleicht ist es genau der Anstoß, den du brauchst, um dich (und deinen Stresslevel) neu kennenzulernen.
Schlaf gut!
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Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel basiert auf meinen persönlichen Erfahrungen als ehemals Betroffener und heutiger Trainer. Bei chronischen Schlafstörungen (Insomnie) oder körperlichen Ursachen (wie Schlafapnoe) sollte immer ein Facharzt konsultiert werden.




